Yoga und Kaffee – passt das zusammen?

Sich entspannen, durchatmen, den Fokus auf das Innerste legen – die Ziele eines jeden Yogis.

Man sollte meinen, dass diese dann auch nur noch Tee trinken, koffeinfrei noch dazu, um diesen Zustand möglichst in jeder Lebenslage aufrechterhalten zu können.

Aber auch Yoga-Begeisterte sind nur Menschen, und als diese haben sie natürlich auch mal Lust auf eine gute Tasse frisch gebrühten Kaffee!

Doch wie verhält sich der Körper, wenn man aus einem Entspannungszustand kommt und diesen mittels Kaffee erstmal ordentlich aufweckt? Kann man vor der Yogastunde noch einen Espresso trinken, oder sollte man das vermeiden?

Wir haben uns einige Mythen und Fakten zum Thema Kaffee und Yoga etwas genauer angesehen und im Folgenden zusammengefasst:

Mythos 1: Kaffee ist schlecht für den Blutdruck

Ja, es stimmt zwar, dass das in den Kaffeebohnen enthaltene Koffein dafür verantwortlich ist unsere Herzfrequenz zu steigern und dadurch auch kurz den Blutdruck in die Höhe zu treiben; allerdings kann man den Konsum einer Tasse Kaffee bei einem normal gesunden Erwachsenen, mit Stiegensteigen vergleichen.

Das Herz wird in der Regel für eine kurze Weile etwas aktiver sein, aber dies legt sich bald wieder.

Auch beim Yoga wird unser Kreislauf in Schwung gebracht, denn spätestens nach der ersten Einheit Power-Vinyasa weiß jeder, dass dies mehr als ruhig dehnen und atmen bedeutet!

Dieses Argument ist also schon mal hinfällig. Man kann natürlich durchaus darüber streiten, ob man direkt vor der Yogaklasse noch einen Kaffee trinken sollte, aber auch das stellt keinen absoluten Widerspruch dar.

Mythos 2: Kaffee stört den Energiefluss

Laut TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) wird Kaffee dem Element Feuer zugeordnet, was erstmals nach Hitze, Energieschub und erhöhtem Herzschlag klingen mag. Dies ist zwar nicht ganz falsch, aber auch nicht zu 100% richtig. Zuerst wirkt er erhitzend im Körper und kühlt diesen dann ab. Deshalb kommt es ganz auf die einzelne Person an, ob einem Kaffee gut tut oder dieser eher vermieden werden sollte.

Ein Indikator für letzteres ist vor allem, wenn man zu jener Personengruppe gehört, die stets mit kalten Händen und Füßen zu kämpfen haben.

Ein Tipp für alle Fans von Milchkaffee mit viel Zucker – eine Prise Kardamom hinzugeben, dadurch wird die verschleimende und abkühlende Wirkung abgeschwächt und das Getränk wird allgemein besser bekömmlich!

Ausgewogene Ernährung und Yoga sind zwei Dinge, die ungefähr so zusammengehören wie für die meisten die Milch im Kaffee. Deshalb ist es wichtig sich im Allgemeinen mit dem Thema bewusst auseinanderzusetzen; Bewusstsein, ein weiterer wichtiger Aspekt für jeden Yogi. Wenn einem Yoga etwas lehren sollte, dann wie wichtig es ist in jedem Bereich des Lebens für Balance zu sorgen. Deshalb gibt es auch wie man am Beispiel Kardamom sieht, Tipps und Tricks, um sonst unbekömmliche Dinge, bekömmlich zu gestalten, damit man sie im Leben ohne schlechtes Gewissen integrieren kann.

Mythos 3: Kaffee macht uns nervös.

Dies mag durchaus stimmen – nach der fünften Tasse Kaffee am Tag. Das gilt natürlich nicht für alle, es gibt sehr wohl viele Menschen, die schon nach dem ersten Becher zittrige Hände bekommen und ein inneres Unwohlsein empfinden.

Doch für die meisten Personen gehört Kaffee vielmehr zu einem täglichen Ritual dazu, das im Generellen eher zu unserer Entspannung beiträgt, als es uns Stress und Unruhe bringt.

Zwei ungleiche Gleiche

Und dies ist wohl die größte Gemeinsamkeit zwischen Yoga und dem beliebten Heißgetränk aus Kaffeebohnen. Eine bewusste Auszeit, sei es am Morgen direkt nach dem Aufstehen, oder zwischendurch, um durchzuatmen, zu entspannen, sich und seinem Körper und Geist eine kleine Pause zu gönnen. Man sieht – die Rede könnte von beidem sein.

Wie man Yoga und Kaffee in seinem Alltag integriert und vor allem wie man beide Dinge konsumiert, liegt also an jeder Person selbst. Natürlich sollte man sich überlegen, ob denn die Tasse nötig ist, wenn man ohnehin schon unter hohem Blutdruck leidet oder einen empfindlichen Magen hat.

Aber nur weil man Yoga macht, heißt dies noch lange nicht, dass man auf Kaffee verzichten muss. Ein gesunder Lebensstil schließt Kaffee nicht vollkommen aus, sondern regt einfach dazu an, alles mit Maß und Ziel zu konsumieren. Bewusst also!

Die Essenz von Yoga ist die Beruhigung seines Geistes. Wem es also gut tut, zwischendurch einen Kaffee zu trinken, um von der Arbeit, einer stressigen Situtation Abstand zu gewinne, oder sich einfach nur ein paar Minuten für sich genehmigen möchte, der sollte das auch machen. Und zwar ganz ohne Gewissensbisse. Dies würde wieder dem Grundsatz des Yoga widersprechen, da es uns unter Stress und Druck setzt und gegenteiliges bewirken würde, als Entspannung.

Yoga und Kaffee – passt das zusammen?

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